Mentype® MycoDermQS
Die molekulare Sofortdiagnostik für Dermatophyten aus nativem Material von Patienten mit Verdacht auf Dermatomykose mittels Polymerasekettenreaktion (PCR)
Der Mentype® MycoDermQS PCR Kit ist eine Multiplex-Anwendung für die routinemäßige Diagnostik von Dermatomykosen basierend auf der PCR. Die Untersuchung mit dem Mentype® MycoDermQS Assay bietet schnelle und sichere Ergebnisse innerhalb eines Arbeitstages von der DNA-Isolierung bis zur Befundung. Damit kann gegenüber der klassischen Diagnostik einen Zeitgewinn von bis zu vier Wochen erreicht werden.
Art- bzw. gattungsspezifischer Nachweis von Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilzen
Die Auswahl und Abgrenzung von 21 Erregern wurde in Absprache mit ausgewiesenen klinischen Experten getroffen. Das Assay soll zur raschen Abklärung der Krankheitsätiologie und damit zu einer spezifischen Therapieentscheidung beitragen.
Gattung | Art | gattungsspezifisch erfaßte Arten |
|---|---|---|
Epidermophyton | floccosum | |
Microsporum | canis | |
Microsporum | gypseum | |
Trichophyton | rubrum | |
Trichophyton | interdigitale | |
Trichophyton | spp. | T. rubrum |
|
| T. interdigitale |
|
| T. tonsurans |
T. violaceum | ||
| T. verrucosum | |
| Arthroderma benhamiae | |
Candida | spp. | C. albicans |
C. tropicalis | ||
C. glabrata | ||
C. krusei | ||
C. guilliermondii | ||
C. parapsilosis | ||
Trichosporon | cutaneum | |
Scopulariopsis | brevicaulis | |
Aspergillus | spp. | A. fumigatus |
A. flavus | ||
A. niger | ||
A. versicolor |
Technische Angaben
- Optimale DNA-Konzentration: 500 pg - 2 ng
- Nachweisgrenze: 100 pg
- Mischungsverhältnis Erreger-DNA / humane DNA: Bis max. 1 : 3000 (bei 100 pg Pilz-DNA)
- Spezifität validiert mit humaner DNA und möglichen Begleitorganismen
Die Multiplex-PCR enthält zusätzlich eine interne Amplifikations- kontrolle (QS) gemäß Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik (MiQ) der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM). Diese liefert hilfreiche Informationen über die Effizienz der PCR und dient bei fehlenden Erregeramplifikaten als Bestätigung einer erfolgreich durch- geführten Testung. Die PCR-Amplifikate werden in einem Agarosegel elektrophoretisch aufgetrennt, dokumentiert und anschließend ausgewertet.
Hintergrund
Der Begriff Dermatomykose (auch Dermatophytose oder Tinea) steht für Pilzinfektionen der oberflächlichen und subkutanen Haut- schichten und der Hautanhangsgebilde (Nägel und Haare), die durch bestimmte parasitäre Pilze, sogenannte Dermatophyten, aber auch durch Hefen und bestimmte Schimmelpilze, verursacht wer- den. Die Dermatophyten sind in drei verschiedenen Pilzgattungen vertreten: Trichophyten, Mikrosporen und Epidermophyten.
Andere Formen der Dermatomykose sind neben der Mikrosporie, die Trichophytie und die Candidose. Sowohl Tiere als auch Menschen können Hautpilze direkt übertragen; eine indirekte Übertragung über kontaminierte Oberflächen ist ebenfalls möglich.
Die Dermatomykose zählt zu den häufigsten Hautkrankheiten überhaupt. In bis zu achtzig Prozent der Fälle sind für die Tinea des Menschen im mitteleuropäischen Raum Trichophyten verantwortlich. Speziell der Erreger Trichophyton rubrum ist häufige Ursache menschlicher Pilzinfektionen. Die meist verbreitetsten Dermatomykosen sind Tinea pedis (Fußpilz) und deren Spezialform Tinea unguium (Onychomykose bzw. Nagelpilz).
Die Labordiagnostik dient der Bestimmung der verursachenden Pilzgattung und -spezies. Bisher erfolgt die Diagnose vor allem unter Verwendung von mikroskopischen Untersuchungen und der Kultivierung der Erreger auf speziellen Nährböden. Hierzu entnimmt der Arzt von den betroffenen Bereichen Hautschuppen, Nagelspäne oder Haare. Dieses Nativpräparat wird zunächst mikroskopisch untersucht und anschließend auf einem geeigneten Nährmedium zur Pilzanzucht aufgebracht. Die klassische Diagnostik der Dermatophyten ist, mit bis zu vier Wochen, sehr zeitaufwendig und die morphologische Begutachtung birgt durchaus Unsicherheiten. Bedingt durch das Risiko von Probenkontaminationen oder die allgemeinen Verschiebungen des Artenspektrums durch die Dominanz einer Spezies, erhöht die Kultivierung außerdem die Gefahr von Fehlinterpretationen.
Um diese potentiellen Fehlerquellen ausschließen zu können, ist eine schnelle und sichere Methode zur Differenzialdiagnostik zwingend erforderlich. Außerdem erlaubt eine schnelle und sichere Diagnose eine rasche und spezifische Therapieentscheidung. Letzteres ist insbesondere vor dem Hintergrund, dasseinzelne Pilzarten Unterschiede in der Empfindlichkeit gegenüber Antimykotika aufweisen und Antimykotikaresistenzen immer häufigere auftreten, von hoher Bedeutung.
Wir bieten seit kurzem die schnelle und zuverlässige Differential-diagnostik der wichtigsten Dermatomykoseerreger mittels Multiplex-PCR. Nutzen auch Sie die Vorteile des Mentype® MycoDermQS für den schnellen Erregernachweis bei Verdacht auf Dermatomykose.
| Bestellinformation | Artikelnummer | ||||||||
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| 50 Reaktionen | 45-20310-0050 |
